Vera Tüns
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"Nachdenkliches"
"Mein Leben"

Sei dennoch unverzagt,
gib dennoch unverloren.
Weich keinem Glcke nicht,
steh hher als der Neid.
Vergnge Dich an Dir
und acht es fr kein Leid,
hat sich gleich wider Dich
Glck, Ort und Zeit verschworen.
Was dich betrbt und labt,
halt alles fr erkoren.
Nimm Dein Verhngnis an,
lass alles unbereut.
Tu, was getan muss sein,
und eh man Dirs gebeut.
Was Du noch hoffen kannst,
das wird noch stets geboren.
Was klagt, was lobt man doch?
Sein Unglck und sein Glcke
Ist ihm ein jeder selbst.
Schau alle Sachen an.
Dies alles ist in Dir.
Lass Deinen eitlen Wahn.
Und eh Du frder gehst,
so geh in Dich zurcke.
Wer sein selbst Meister ist
Und sich beherrschen kann,
dem ist die weite Welt
und alles untertan.


(Paul Fleming 1636)



Informationen
Maße 43 x 54 cm
Technik Tusche, Tinte, Gold, Farbstifte auf Papier
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